Die Vroni in China |
Mittwoch, 17. März 2010
Peking - Xi'an - Hangzhou
vroni_lu, 19:39h
Sehenswürdigkeiten zu besichtigen ist anstrengender als gedacht. Insbesondere wenn sie in der Menge auftreten und so monumental sind, wie die in China. Deswegen gibt es erst jetzt eine Fortsetzung des ersten Blogbeitrags.
Wie im ersten Beitrag schon erwähnt, haben wir die chinesisches Mauer besichtigt. Sie war mit einem Wort: WOW!!! Wir sind insgesamt vier Stunden über dieses unglaublich (sinnlose) beeindruckende Bauwerk gewandert und es war atemberaubend. Selbst das Wetter hat mitgespielt, so dass der Schnee, der anfänglich die ohnehin beschwerliche Wanderung fast unmöglich gemacht hätte, schnell weggetaut war. Die schiere Größe dieser Mauer, die sich scheinbar unendlich auf den Bergkämmen entlangschlängelt, ist nicht mit Worten zu beschreiben. Dieses Bauwerk spielt in einer eigenen Liga. Es ist ohne Frage eines der modernen Weltwunder. Die Wanderung selbst war ein ständiges Treppen steigen, da die Mauer den Bergkämmen wirklich exakt folgt, aber es war die Mühen wert. Desweiteren haben wir in Peking noch einige Tempel und den Sommerpalast besichtigt. Sehr prachtvolle und wirklich wunderschöne Bauwerke, in denen die Kaiser insbesondere der Ming- und Qing-Dynastien wieder alles gegeben haben, um das einfache Volk zu beeindrucken. Aber wir haben nicht nur das alte China genossen, sondern auch weiterhin uns kulinarischen Freuden wie Entenzungen und ähnlichem hingegeben und waren mit einer großen Truppe kräftig und ausdauernd feiern. Peking ist einfach eine super-coole Stadt. Alt und Neu, Modern und Zurückgeblieben, Piekfein und Schäbig – alles besteht hier ohne weiteres nebeneinander. Faszinierend, schön, herausfordernd und immer wieder eine Reise wert. Anschließend an Peking haben wir einen kurzen Abstecher nach Xi'an gemacht. Eine schöne, etwas kleinere Stadt (so 2-4 Millionen Einwohner, je nachdem welchen Angaben man Glauben schenkt) in der es doch ruhiger zu geht. Im Altstadtbereich selber war vor allem das muslimische Viertel wunderschön. Vor allem gab es allerlei Leckereien zu probieren. Dieser Herausforderung haben wir uns gestellt und uns auf unserem stundenlangen Spaziergang durch das Viertel dick und rund gegessen. Es war köstlich – und vor allem günstig. Obwohl die Hygienevorschriften der deutschen Gesundheitsämter hier nicht vollständig eingehalten werden, haben wir diesen Streifzug nicht im Geringsten bereut. Außerdem haben wir auf der Suche nach der großen Moschee – die wirklich schwer zu finden war – noch zwei sehr schöne kleinere Moscheen gefunden, die im Gegensatz zu dem bunten Treiben in den Geschäftsgassen eine Oase der Ruhe bildeten. Kurzum: Es war ein wunderschönes und aufregendes Erlebnis. Am nächsten Tag folgte das Highlight – eine Tour zu der Terrakotta-Armee. Auch hier wieder: Kaiser wussten zu beeindrucken. Die schiere Menge der Terrakotta-Krieger und der Aufwand, der zur Herstellung der Krieger und zur Aufstellung nötig gewesen ist – ohne Worte. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass diese Armee vor 2200 Jahren aufgestellt wurde. Man betritt die Halle, in der die mühselig wieder rekonstruierten Krieger stehen und ist auf Grund der schieren Größe der Halle sprachlos. Und dort stehen in Reih und Glied unzählige Terrakotta-Krieger. Ein überwältigender Anblick. Bevor wir den Komplex wieder verlassen haben, haben wir noch dem Bauern, der durch Zufall die Armee entdeckt hat, die Hand geschüttelt. Dies bringt Glück, da er jemand ist, der sehr viel Glück hatte. Im Rahmen dieser Tour haben wir noch Überbleibsel einer neolithischen, matriarchalischen Dorfgemeinschaft und das Grab des Kaisers, der die Terrakotta-Armee aufgestellt hat, besichtigt. Bei dem Dorf war nicht viel zu sehen und bei dem Grab gab es noch gar nix zu sehen. Unsere Reiseführerin meinte, das dauere noch 15-20 Jahre, bis das Grab der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden könnte – schade. Trotzdem war allein der Besuch der Terrakotta-Armee die Tour wert. Von Xi'an ging es dann das erste Mal für Falko nach Hangzhou. Wir sind am chinesischen Sylvestertag geflogen, weswegen wir beim Landeanflug Feuerwerk „von oben“ bestaunen konnten. Auch auf der langen Fahrt vom Flughafen zur Wohnung wurde schon sehr viel Feuerwerk abgebrannt. Es war wundervoll. Insbesondere, da in China Feuerwerk einen sehr hohen Stellenwert hat und es dort Sachen im freien Verkauf gibt, die in Deutschland nicht mal von professionellen Sprengmeistern angefasst werden dürfen. Unvorstellbar farbenprächtig und laut ist das chinesische Feuerwerk. Es dauerte den ganzen Abend an mit einem wortwörtlich krachendem Höhepunkt an Mitternacht. Selbst das miserable Wetter – Schneeregen – hat dies nicht verhindern können. Wir haben Mitternacht in einer wunderschönen Jazzbar verbracht und haben anschließend noch bis in die Morgenstunden im Coco gefeiert. Obwohl das Wetter sich in den nächsten Tagen nur langsam gebessert hatte, haben wir zahlreiche Spaziergänge am und um den Westsee unternommen. Hangzhou ist eine wunderschöne Stadt mit unzähligen Möglichkeiten die Natur zu genießen. Lest Euch hierzu einfach die vorigen Berichte zu Hangzhou durch. Wir haben einiges gemacht, von dem Vroni schon berichtet hat. Außerdem waren wir noch in Shaoxing. Eine wunderschöne kleine so genannte Kanalstadt ungefähr 1,5 Busstunden von Hangzhou entfernt. Hier sind Teile der Stadt noch nicht von Stadtplanern umgestaltet worden, so dass man einen Eindruck davon bekommen konnte, wie unter anderem auch Hangzhou vor hundert Jahren aussah. Viele kleine Gässchen und niedrige Häuser mit Hinterhöfen. Das ganze Strassen- und Gassengewirr dabei von unzähligen Wasserstrassen durchbrochen. Wirklich wunderschön und ein ziemlicher Gegensatz zu dem modernen Teilen der Stadt. Was hier eher unangenehm war, dass sehr viel Stinketofu verkauft wurde, der einen wirklich unangenehmen Geruch verbreitet. Nur dieser Geruch hat uns davon abgehalten diesen zu probieren, obwohl eigentlich alles probieren – das soll schon was heißen. Nachdem das Wetter endlich gut war, hieß es für uns Abflug nach Guilin. Mehr dazu lest Ihr im nächsten Bericht. ... comment |
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Letzte Aktualisierung: 2010.04.05, 13:10 status
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